Romane, Klassiker und Geheimtipps von Schriftstellern, die Leipzig geprägt haben – oder von Leipzig geprägt wurden. Von Clemens Meyers Wendezeit-Roman bis zum ultimativen Stadtführer.

Der Leipziger Wenderoman schlechthin. Meyer erzählt von Jugendlichen in Grünau nach 1989 – roh, ehrlich, voller Energie. Wer verstehen will, was Leipzig nach der Wende bedeutet hat, kommt an diesem Buch nicht vorbei.

Deutscher Buchpreis 2024. Martina Hefter lebt in Leipzig und erzählt von Juno, die nachts mit Love-Scammern chattet während sie ihren kranken Mann pflegt. Zart, klug und unglaublich modern.

Sommer 1990 in Thüringen – eine Liebesgeschichte zwischen einer jungen Frau und einem älteren Bauern. Verfilmt von Emily Atef. Daniela Krien lebt in Leipzig und schreibt über ostdeutsche Erfahrungen wie keine zweite.

Ronya Othmann studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Ihr Debütroman erzählt von Leyla – Tochter einer Deutschen und eines jesidischen Kurden – und den Sommern bei den Großeltern, als der Krieg ausbricht. Eindringlich und wichtig.

Erich Kästner studierte in Leipzig und wurde hier zum Schriftsteller. Emil und die Detektive ist bis heute eines der meistgelesenen deutschen Kinderbücher – ein zeitloser Klassiker mit starken Wurzeln in Mitteldeutschland.

Der perfekte Begleiter für Leipzig-Entdecker. Priska Lachmann lebt in Leipzig und zeigt 111 Orte, die keine Touristenführer kennen – mit Anekdoten, die die Stadt zum Leben erwecken. Ideal für Neuzugezogene und Alteingesessene.

Kästner, 1931, Berlin kurz vor dem Zusammenbruch: Jakob Fabian bewegt sich durch eine Stadt im freien Fall – Nachtlokale, Redaktionen, politische Radikalisierung. Kein Revolutionsroman, sondern die Chronik eines Moralisten, der zusieht wie alles kippt. Die ungekürzte Originalfassung erschien erst 2013.

1932, Weimarer Republik, Weltwirtschaftskrise: Johannes Pinneberg verliert seinen Job, seine kleine Familie kämpft ums Überleben. Fallada schreibt ohne Pathos, nah an den Menschen, nah an der Realität. Einer der wichtigsten deutschen Romane über soziale Abstieg und Würde.

Schillers erstes Stück, 1782 uraufgeführt – mit Leipzig als wichtiger Station seiner frühen Karriere. Zwei Brüder, Freiheit gegen Ordnung, Aufruhr gegen Konvention. Rohe Energie, die man noch spürt. Historisch unverzichtbar, literarisch immer noch scharf.
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